Unser Verein: Vereinshistorie ...

2005
Die erste Betriebserlaubnis für eine Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft wird auf den P.E.B.e.V. ausgestellt und die erste Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft (SPL) kann nun ihre Tätigkeit im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses ausüben. Der Träger P.E.B.e.V. entscheidet sich, die Arbeit mit den Fachfamilien auf der Grundlage von Betreuungsverträgen nicht weiter fortzuführen. Diese erhalten einen Bestandsschutz. Er forciert die Arbeit der SPLs, um die tätigen Fachkräfte, in der Regel sind es die Frauen, sozialversicherungsrechtlich abzusichern.

2005 nimmt die erste SPL ihre Arbeit auf der Grundlage eines Arbeitsvertrages auf, was den Empfehlungen der BAG der LJA (Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter  109. Arbeitstagung 10.-12.11.2010) entspricht.

 


2004
Aufgrund der immer wiederkehrenden Diskussionen um die Dienst- und Fachaufsicht in Fachfamilien und somit die Absicherung und Ausübung der durch die Landesjugendämter geforderten Auflagen zur Erfüllung der Trägerarbeit führen zu einem erneuten Umdenken des Trägers. Die 1997 durch das Landesjugendamt Rheinland abgelehnten Arbeitsverträge, Teile wie Arbeitszeit und Urlaub konnten bisher nicht erfüllt werden, nehmen eine neue Wichtigkeit ein.

 


2000
Der Verein erhält einen neuen Namen. Er heißt vortan:
P.E.B.e.V.- Pädagogische Einrichtungen und Beratung e.V.

 

 

1998
6 Fachfamilien werden in die Trägerschaft des Vereins aufgenommen.
Die Arbeit des Vereins umfasst nun zwei Säulen:
1. die Beratungsarbeit für die Kinderhäuser und
2. die Trägerschaft für die Fachfamilien.
Die Fachdiskussion zeigt immer deutlicher, der Bedarf der Kinder, die untergebracht werden müssen hat sich verändert (Individualisierung der erzieherischen Hilfen). Die als Alternative zur „traditionellen Heimerziehung“ entstandenen Kinderhäuser (max. 8 Kinder) sind für einzelne Kinder noch zu groß und nicht immer der richtige Lebensort. Es werden viele Gespräche geführt und Anleihen an die Situation in anderen Bundesländern gemacht, z.B. die Erziehungsstellen in Hessen. So ist die Idee der Fachfamilien entstanden.

Die Anzahl der Fachfamilien steigt und es werden deutlich mehr. Grundlage deren Arbeit ist ein Betreuungsvertrag; ein vom Träger gewünschter Arbeitsvertrag ist nicht durchsetzbar. So zeigt sich dann bald, dass die Anforderungen des Landesjugendamtes (LJA) bezüglich der Fach- und Dienstaufsicht schwer zu erfüllen sind und dass professionelle Handeln gerät schon mal an die Grenzen des privaten Selbstverständnisses der Fachfamilieneltern und erschwert die Arbeit des Trägers.

 

 

1997
Aufgrund des Wegfalls der öffentlichen Gelder zur Unterstützung der Beratungsstelle der Kinderhäuser im Rheinland, steht die Beratungsstelle kurz vor der Schließung. Fast zeitnah gibt es mehrere Anfragen von Fachfamilien, die um ihre Aufnahme in den Verein bitten. Der Verein beginnt  die Trägerarbeit aufzunehmen.

 

 

1990
Es kündigt sich an, das alte JWG (Jugendwohlfahrtsgesetz) soll ersetzt werden, Anfang der 1990er Jahre folgt das KJHG (Kinder-und Jugendhilfe Gesetz) SGB VIII (Sozialgesetzbuch).
Die überörtliche Erziehungshilfe entfällt, die Dreigliedrigkeit des Hilfeangebotes (Hilfen für die Familien, Freiwillige Erziehungshilfe (FEH) und Fürsorgeerziehung (FE)) wird aufgehoben, zuständig werden die örtlichen Jugendämter alleine.
Es entsteht die Idee, die wegbrechenden Landesmittel durch eine Beratungsfinanzierung der JÄ zu ersetzten. Der Beratungsvertrag entsteht und wird in vielen Gesprächen mit den Jugendämtern auf den Weg gebracht. Er lindert aber lediglich die Bedrängnis, kann die wegfallenden Landesmittelgelder nicht kompensieren
Dadurch ist die Grundlage für bis dahin geltende - überwiegende - Landesmittelförderung entfallen, dem Verein fehlt das Geld für den Betrieb der Beratungsstelle in alter Form. Die bis dahin häufig von den Mitgliedern eingebrachten Spenden und manchmal auch nur deren Bereitschaftserklärungen reichen nun nicht mehr.
Die Beratungsstelle der Kindehäuser im Rheinland hat zunächst Ihren Sitz in Frechen, später in Brühl. Allerdings werden die Räumlichkeiten in Brühl aufgrund der veränderten Situation nun zu groß und zu teuer, es wird Personal abgebaut und der Umzug nach Bornheim beschlossen. Es muss auf langjährig für den Verein tätiges, hoch qualifiziertes Personal verzichtet werden, lediglich ein Mitarbeiter für den Bereich Pädagogik bleibt tätig.
Öffentliche Proteste der Kinderhäuser und somit der politische Druck sorgen für eine teilweise Weiterfinanzierung der Beratungsstelle.

 

 

1980
Die Beratungsstelle hat Ihre Räumlichkeiten in Frechen bezogen, günstig zur Autobahn gelegen und groß genug für die jetzt vier Mitarbeiter/innen, drei für den Beratungsbereich, eine für die Buchhaltung und Verwaltung.
Die Beratungsstelle wird gut angenommen. Für die Kinderhäuser des Rheinlandes werden 4 Regionalkreise gegründet: Düsseldorf, Bergisches Land, Eifel und Oberbergischer Kreis. Später sind dann ca. 80 % der Kinderhäuser des Rheinlandes Mitglied im Verein und rufen den Beratungsdienst unterschiedlich intensiv ab.

 

 

1979
Im Oktober 1979 nimmt die Beratungsstelle für die Kinderhäuser des Rheinlandes die Arbeit auf, zunächst mit zwei Mitarbeitern, provisorisch untergebracht in einem Gartenhäuschen auf dem Gelände eines Kinderhauses. Die notwendigen Landesmittel können endlich abgerufen werden. Der DPWV und die IGfH sind sehr hilfreich und sichern die Aufbauarbeit mit ab.

 

 

1978
Vereinsgründung.
Der Verein wurde 1978 gegründet, mit Unterstützung der IGfH (Internationale Gesellschaft für Heimerziehung, heute Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen) und dem DPWV, Landesverband NRW. Der Name des Vereins lautet: Verein der Internationalen Gesellschaft für Heimerziehung zur Beratung von Kinderhäusern.

 

 

1975 bis 1977
Die ersten Kinderhäuser waren Mitte der 50er Jahre entstanden, sehr vereinzelt, was sich infolge der Heimkritik Anfang er 70er Jahre änderte. Das Landesjugendamt in Köln unterstützte diese Entwicklung und fragte in dessen Folge den Direktor des  ISS (Institut für Sozialpädagogik und Sozialarbeit, Dr. W. Bäuerle, ob eine wissenschaftliche Untersuchung über diese neue, nur im Rheinland bestehende Form der Fremdbetreuung möglich sei.
Die Untersuchung wurde durchgeführt und hatte zum Ergebnis, dass die kleinen,  überschaubaren Einrichtungen (es waren inzwischen ca. 60 solcher Kinderhäuser entstanden) einen sehr hohen, pädagogischen Leistungsstand hatten. Sie waren preiswerter und mit einigen Nachteilen der  traditionellen Heimeinrichtungen nicht behaftet.
Ergebnis der Untersuchung war aber auch, die privat/gewerblich organisierten rheinländischen Kinderhäuser bedürfen dringend einer auf ihre Belange ausgerichtete, unabhängige Beratung.
Die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse überraschte die Fachwelt, der Vorschlag für eine unabhängige Beratungsstelle wurde aufgegriffen und sollte mit Landesmitteln finanziert werden. Folglich war die Gründung eines Vereins nötig, was Ende 1978 geschah: Verein zur Beratung von Kinderhäusern. Er nahm im Oktober seine Arbeit auf, wurde bis 1996 mit Geldern des Landes NRW teilfinanziert, mit dem Wegfall der überörtlichen Erziehungshilfe wurde diese Bezuschussung eingestellt.