Fachfamilien

 

In den Fachfamilien leben ein oder zwei zu betreuende Kinder und Jugendliche mit einem Ehepaar im gleichen Haushalt, sowie den leiblichen Kindern. Mindestens ein Elternteil ist sozialpädagogisch ausgebildet.

Den Kindern und Jugendlichen wird ein an dem individuellen Bedarf orientiertes, neues Lebensumfeld geboten. Die Fachfamilien leben dezentral, zumeist ländlich in eigenen Häusern mit Gärten. Den Kindern und Jugendlichen steht ein eigenes Zimmer zur Verfügung.


Zielgruppe

 

Die Fachfamilien sind ein Angebot für Kinder und Jugendliche mit dem Aufnahmealter von 0 Jahren bis zur Verselbständigung. Bei den Kindern und Jugendlichen, die in den Fachfamilien leben, ist die Problembelastung der Herkunftsfamilie hoch. Die Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen der Kinder und Jugendlichen sind vielfältig und gravierend.

Leistungsangebot

 
  • die Teilnahme am familiären Leben mit anderen Kindern

  • das Erleben von Familienatmosphäre, privater Intimität und einem überschaubaren Wohnumfeld

  • alltägliche Versorgung durch kontinuierliche Bezugspersonen

  • Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung

  • Alltagsdiagnostik

  • Einübung lebenspraktischer Fähigkeiten

  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und des Sozialverhaltens

  • Begleitung und Förderung der Schulentwicklung und Berufsausbildung

  • Initiierung und Begleitung von Therapieangeboten

Rechts- und Auftragsgrundlage

 


Die Fachfamilien arbeiten im Schnittpunkt zwischen Intensiv- und Regelangeboten. Sie bieten eine familienanaloge und lebensweltorientierte Form der erzieherischen Hilfe.

Rechtliche Grundlagen:

  • § 27 SGB VIII (Hilfe zur Erziehung)

  • § 34 SGB VIII (Hilfe zur Erziehung durch Heimerziehung)

  • § 36 SGB VIII (Teilnahme an der Hilfeplanung)

  • § 41 SGB VIII (für junge Volljährige)

Leistungen nach:

  • § 35 SGB VIII (Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung)

Qualitätssichernde Maßnahmen

 
  • Pädagogische Fachberatung

  • Supervision

  • internes Controlling

  • interne und externe Fortbildungen

  • Zusammenarbeit mit externen Institutionen und Fachkräften

  • regelmäßige Treffen mit den in der Trägerschaft des Vereins befindlichen familienanalogen Einrichtungen

  • Arbeit nach der Methode der kollegialen Beratung

  • monatlicher Austausch zwischen den pädagogischen Fachkräften und der Pädagogischen Leitung

  • Entlastungswochenenden für die pädagogischen Fachkräfte zur Ressourcenerhaltung

  • pädagogisch begleitende Freizeitwochenenden für die Kinder und Jugendlichen

 

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